Sonnenkopf, 1712m

Sonnenkopf, 1712m

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Eine der ersten Touren des Jahres führt auf den Sonnenkopf.

Selbstverständlich ist die Tour auf den 1712m hoch gelegenen Sonnenkopf das ganze Jahr über möglich. Im Frühjahr hat sie aber, als eine der ersten möglichen Bergtouren, seinen ganz besonderen Reiz.

Der Gipfel selbst ist noch in Schnee gepackt, während im Tal bereits der Löwenzahn Besitz vom oberen Allgäu genommen hat. Los geht es bei Hinang.

An der Kapelle links in Richtung Hochweiler geht es kurz nach Unterquerung der Nebenstrecke ‚Sonthofen – Oberstdorf‚ rechts hinauf in Richtung Hinanger Wasserfälle. Zunächst am Bach entlang erreicht man über die Eisenstege nach kurzer Zeit den großen Wasserfall. Unterhalb einer Felsenwand entlang gelangt man anschließend auf die Straße, die von Hinang hinauf zum Berggasthof Sonnenklause führt.

Teils über die Felder, später auf der Straße erreicht man bald den schön gelegenen Gasthof, den man rechter Hand passiert und rechts hinauf der Beschilderung in Richtung Sonnenköpfe folgt, das Gipfelkreuz des Sonnenkopfs immer im Blick. Nach einigen Kehren wechselt der Teerbelag auf Schotter. Unterhalb einer kleinen Hütte weist eine Tafel links hinauf über Wald und Wiesen zum anvisierten Ziel.

Nun wird der Weg steiler und schlängelt sich in kurzen Kehren, immer der Falllinie entlang, über ein freies Feld zum Waldrand. Nach dem Wald liegt in den frühen Monaten meist noch Schnee. Bald sieht man in kurzer Entfernung wieder eine kleine Hütte mit Brunnen, bevor eine weite Weide auf den Bergrücken zwischen „Hühnermoos“ und Sonnenkopf führt. Auf dem Rücken angekommen halten wir uns rechts und erreichen nahezu ebenerdig ein Wegkreuz.




Nun ist das Gipfelkreuz des Sonnenkopf zum greifen nah. Nach kurzem Anstieg ist es geschafft. Wobei gerade im Frühjahr der Schnee einige Löcher, die sich durch kleine Tannen, Sträucher und das einsetzende Tauwetter gebildet haben, tückisch verdeckt. Auf dem Gipfel breitet sich linker Hand das beeindrucken Daumenmassiv, Nebelhorn und Entschenkopf, Rotspitz und Breitenberg, oberhalb des Retterschwanger Tals aus.

Rechter Hand überblickt man das im Frühjahr gelb blühende Illertal, die Hörnerkette und sieht in Richtung Süden die ganze Pracht der Gottesackerwände, dahinter Widderstein und die Oberstdorfer Gipfel. Je nach Schneelage im Frühjahr kann der Abstieg vom Gipfelkreuz aus direkt nach Westen erfolgen. Ebenso ist natürlich der zuvor begangene Aufstieg als Variante wählbar.

Da ab dem 1. Mai der Altstädter Hof bewirtschaftet ist, kann auch der Weg über das Hühnermoos gewählt werden. Hierfür folgt man dem Bergrücken wie beim Aufstieg, hält sich jedoch anschließend nicht links, sondern folgt dem Rücken in den Wald hinein. Wenig später weist ein weiteres Schild den Weg über die verschneite kleine Hochebene und anschließend in Kehren über einen schottrigen Forstweg zum Altstädter Hof. Nach kurzer Stärkung geht es nun drei, vier Kehren über den Fahrweg hinunter, bis ein Schild in Richtung Leybachtobel, Hinang und Sonnenklause führt. Am Bach entlang geht es weiter hinunter ins Tal. Von nun an führen „alle Wege zum Ausgangspunkt“. Der direkte Weg führt über Felder in Richtung Hochweiler und anschließend zurück nach Hinang. Alternativ kann man über den Leybachtobel nach Altstädten absteigen, oder man wählt einen weiteren Zwischenstop auf der Sonnenklause, bevor man den bekannten Weg über die Hinanger Wasserfälle wählt.

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